Strukturierungsprobleme

Hallo Zusammen,

dachte mal ich eröffne ein Thema dazu. Bei uns gibt es eigentlich nur 2 Fächer die Onlineveranstaltungen anbieten. Man fühlt sich etwas im Regen stehen gelassen, man versucht sich über Whatsapp einen Sinn zusammen zu schustern mit anderen Studierenden…
Es ist oft schwer sich in die Folien einzuarbeiten, gleichzeitig kommen so viele andere Infos dazu und man muss sich jetzt selbst einen Reim zu den Folien machen. Ich weiß ich bin nicht die einzige, aber vielleicht gibt es Menschen, die sich besser strukturieren können und Tips haben, wie man einen besseren Erfolg beim Lernen hat.

Ihr dürft auch gerne mitjammern. :crazy_face:

Es wird sich bestimmt alles einpendeln. #viereckigeaugen

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Ich teile gerne einige allgemeine Tipps, die mir sehr helfen:

  1. Morgens nach dem Aufstehen anziehen! Mit Schuhen!
    Dieser Tipp entstammt ursprünglich dem Buch “Sink Reflections” von Maria Cilley, in ihren Kreisen auch als “FlyLady” bekannt und kommt damit eigentlich aus dem Bereich der Selbsthilfe fürs Putzen.
    Dessen ungeachtet bleibt die Wirkung, die dadurch erzielt werden soll, die selbe:
    Man fühlt sich anders, wenn man sich “ordentlich” anzieht - und wenn man Schuhe trägt sowieso. Am Anfang fühlt es sich vielleicht noch komisch an, mit Schuhen am Schreibtisch zu sitzen, aber sie helfen dabei, ein “inneres Arbeitsklima” zu schaffen, wodurch man sich leichter konzentrieren kann.

  2. Arbeitsplatz vorbereiten - aber richtig
    Ich rede hier nicht nur davon, dass ihr Zettel und Stift (oder noch ein Tablet zusätzlich zu dem PC, an dem ihr arbeitet) parat habt, um bei Bedarf Notizen zu machen. Ihr solltet auch im Vorneherein so viele Gründe wie möglich ausschließen, die euch dazu bewegen könnten, eure Arbeit zu unterbrechen.
    Soll heißen: Zettel und Stift, ausreichend Trinken, bei Bedarf Snacks, Handcreme, analoge Nachschlagewerke sofern vorhanden, Taschentücher

  3. Den Tag in Blöcke einteilen
    So sehr einen das Studieren von Zuhause aus auch dazu verleiten mag, einfach irgendwann zu lernen, wenn man gerade Lust drauf hat - tut es nicht. Nehmt den Stundenplan, den ihr normalerweise hättet, und nutzt ihn als Gerüst. Füllt die “Freistunden” mit Lernblöcken, bis ihr auf die im Modulhandbuch vorgesehene Zeit kommt (idR 40 h/Woche).
    Ganz wichtig dabei: Legt vorher fest, wann ihr an welchem Modul arbeitet! Und versucht dabei, nicht zu überziehen.

  4. Macht regelmäßig kleine Pausen
    Und mit regelmäßig meine ich alle 45 bis 90 Minuten. Wie oft genau, müsst ihr selbst herausfinden. Nutzt diese Pausen um euren Arbeitsplatz wieder zu ordnen, eure Wasser-/Trinkflasche aufzufüllen, oder euch einen Moment die Beine zu vertreten.
    Geht nicht auf Seiten, die dazu verleiten könnten, länger dort zu verweilen. Kein YouTube! Kein Instagram! Kein Twitter! In der Vorlesung habt ihr einen Dozenten, der euch wieder auf Kurs bringt - zuhause solltet ihr vermeiden, überhaupt erst vom Kurs abzukommen, bevor ihr am Ziel seid!

  5. Zieht Vorteile aus dem ‘geschenkten’ Semester
    Wenn ihr merkt, dass ihr einen wesentlich größeren Aufwand für die einzelnen Module habt, als vorgesehen ist, dann zieht in Betracht, ob ihr für gute Noten in einem Teil der Module ein halbes Jahr länger studieren in Kauf nehmen könnt. Niemand wird irgendwen verurteilen, der dieses Semester weniger als die in der Regelstudienzeit vorgesehenen Module macht. Belegt ein oder zwei Module weniger, zum Beispiel die, welche ihr in der Vorlesung besser verstehen könntet, und macht den Rest dafür gut, davon habt ihr länger was!

Mehr fällt mir jetzt spontan nicht ein, aber sicher können auch noch andere etwas beisteuern. :slight_smile:

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